Objektorientierte, Prozedurale und Funktionale Programmierung

Einleitung

Geht es darum, guten und sauberen Code zu schreiben, unterscheiden sich die Geister darüber, wie genau guter Code aussieht und welchem Programmierparadigma Sie nachgehen möchten.

Programmierparadigmen beschreiben den grundlegenden Stil, wie ein Programm entworfen wird. Es handelt sich hierbei also um unterschiedliche Prinzipien, mit denen die Erstellung und Ausführung von Programmen beschrieben wird.

Funktionale Programmierung

Die Idee hinter der funktionalen Programmierung besteht darin, dass Sie Ihren Code in verschiedene Funktionen aufteilen, wobei jede Funktion für sich alleine arbeitet. Funktionen werden benutzt, um Werte anhand eines Inputszu berechnen und zurückzugeben. Besonders einfache Aufgaben werden in der Regel mit Hilfe dieses Programmieransatzes gelöst.

Der Code ist somit sehr einfach zu verstehen, da die einzelnen Funktionen untereinander keine Abhängigkeiten besitzen und für sich alleine verstanden und getestet werden können. Daraus resultiert, dass Änderungen an einem bestimmten Teil, geringe bis keine Auswirkungen auf andere Teile des Programms haben. Das ist ein großer Vorteil gegenüber der Objektorientierten Programmierung, welche das genaue Gegenteil zur Funktionalen Programmierung ist.

Programmiersprachen die dem funktionalen Ansatz folgen sind: Haskell, Scala, Erlang, F#, SQL

Prozedurale Programmierung

Prozedurale Programmierung (PP), auch bekannt als Inline-Programmierung, verfolgt einen Top-Down-Ansatz. Es geht darum, eine Liste mit Anweisungen zu schreiben, die dem Computer Schritt für Schritt sagen, was er tun soll. Das Konzept beruht auf Prozeduren. Diese Prozeduren, auch Routinen, Unterprogramme oder (leider manchmal auch) Funktionen genannt, enthalten eine Reihe von auszuführenden Rechenschritten.

Im Gegensatz zu Funktionen, geben Prozeduren keine Werte zurück. Sie führen lediglich eine Reihe von Kommandos von oben nach unten aus.

Programmiersprachen die dem prozeduralen Ansatz folgen: Pascal, C, Fortran, Basic

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Objektorientierte Programmierung

Bei der objektorientierten Programmierung (OOP) geht es darum, Daten und Verhalten in Objekte zu kapseln. Eine OOP-Anwendung verwendet eine Sammlung von Objekten, die bestimmte Aktionen ausführen und mit anderen Elementen der Anwendung interagieren können. Ein Objekt weißt Eigenschaften und Methoden auf. So könnte ein Objekt beispielsweise ein Auto sein, mit den Eigenschaften Fabrikat und Hersteller und einer Methode, welche die Geschwindigkeit und Entfernung des Fahrzeugs berechnen.

Eine Methode in OOP kann als Prozedur in der Prozeduralen Programmierung betrachtet werden, hier ist sie jedoch an ein bestimmtes Objekt gekoppelt. Ein weiterer wichtiger Aspekt von OOP sind Klassen. Eine Klasse kann als abstraktes Modell für eine Reihe von ähnlichen Objekten betrachtet werden. Jedes Objekt ist also eine Instanz einer Klasse.

Des Weiteren spielt das Konzept der Vererbung eine entscheidende Rolle in der Objektorientierung. Das bedeutet, dass Klassen in hierarchischer Beziehung zueinanderstehen können, und somit Eigenschaften und Methoden einer anderen Klasse erben können.

Durch diverse Abhängigkeiten und der steigenden Komplexität bei zunehmender Größe des Codes, steigt die Fehleranfälligkeit und die Schwierigkeit für Entwickler Abläufe zu verstehen. Speziell bei größeren Projekten und Arbeiten im Team hat sich als grundlegendes Konzept die Objektorientierte Programmierung durchgesetzt. Die Unterteilung des Programms in einzelne Komponenten (Objekte) und die dadurch entstehende reale Abbildung der Programmlogik, gewährleistet ein hohes Maß an Übersichtlichkeit und Verständlichkeit für die Entwickler.

Auch die Vererbung und der Polymorphismus sind wichtige Gründe weshalb der Ansatz der Objektorientierung so beliebt ist. Die Wiederverwendung von Softwarekomponenten (Objekte) gilt als grundlegendes Konzept der Objektorientierten Programmierung und erhöht im Allgemeinen die Qualität der Software und trägt zur Kostenreduzierung bei.

Programmiersprachen die dem objektorientierten Ansatz folgen: Java, Python, C++, C#, JavaScript

Welches Programmierkonzept sollte ich benutzen?

Keiner der vorgestellten Programmieransätze ist der Beste. Alle drei Ansätze sind praktikabel und gut zu verwenden. Es liegt an Ihnen, welche Vorgehensweise Sie bevorzugen. Mit der Zeit werden Sie die notwendige Erfahrung sammeln, um zu erkennen, welches Programmierkonzept das Beste für die jeweilige Aufgabe ist.

Häufig wird das Konzept der Objektorientierten Programmierung verwendet. Wenn es für Sie und ihr Team funktioniert, können Sie selbstverständlich auch einen hybriden Stil aus gemischten Ansätzen wählen.


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